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Blog von Oliver Braun vom IT-Service.berlin

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Windows RT ist nicht Windows 8

Zum Mark­t­start von Win­dows 8 ein paar Anmerkun­gen: Es gibt ein „Win­dows 8“ für Intel i3/i5/i7-Prozes­soren, auf dem sowohl neue, tou­chop­ti­mierte Metro-Apps laufen, als auch nor­male Win­dows 2000/XP/Vista/7/8‑Programme. Die Tablets sind deut­lich teur­er (zunächst vielle­icht um 1200 Euro) und schw­er­er und mit aktiv­er Küh­lung aus­ges­tat­tet; sie kom­men von vie­len Her­stellern, allerd­ings größ­ten­teils erst ab Früh­jahr 2013. Das Microsoft Sur­face-Mod­ell von dieser Gat­tung kommt erst im Jan­u­ar. Diese Geräte erset­zen voll­w­er­tig Note­books und Desk­tops; man kann exter­nen Bildschirm/Tastatur/Maus anschließen und sog­ar noch manche Win­dows 95-Pro­gramme darauf laufe lassen, und die meis­ten Win­dows XP-Pro­gramme laufen irgend­wie und eigentlich alle Win­dows 7‑Programme. Das dazuge­hörige Win­dows 8 ist genau das Win­dows, welch­es man auch auf nor­malen Desk­top-PCs ein­set­zen wird, und anders herum. Dann gibt es „Win­dows RT“. Das ist die Ver­sion für ARM-Prozes­soren. Darauf laufen nur neue tou­chop­ti­mierte Metro-Apps aus dem Win­dows Store (der sich ger­ade befüllt). Die Tablets sind leichter, bil­liger und kom­men auch von ver­schiede­nen Her­stellern (zum Jahre­sende gibt’s bes­timmt schon Bil­lig­mod­elle für 449 Euro). Dazu gehört das Microsoft-Mod­ell Sur­face, welch­es kein Bil­lig­mod­ell sein wird. Nor­male Win­dow-Pro­gramme laufen unter Win­dows RT aber nicht! Die Benutze­r­ober­fläche bei bei­den Win­dowsen ist fast gle­ich. Metro Apps gibt’s nur im Win­dows Store. Das sind neue Pro­gramme, die auf bei­den Win­dows-Ver­sio­nen laufen, aber das neue Win­dows Run­time erfordern. „Win­dows RT“ kann nur solche neuen Pro­gramme aus­führen, das nor­male Win­dows 8 kann nor­male Pro­gramme und solche Metro-Apps laufen lassen. Grund­sät­zlich läuft das nor­male Win­dows 8 auf allen Desk­tops und Note­books, auf denen Win­dows 7 funk­tion­ierte. Und zwar ähn­lich flüs­sig, aber mit deut­lich schnellerem Sys­tem­start und bei Note­books min­i­mal län­ger­er Akku­laufzeit. Man muss sich aber an das total verän­derte Start­menü gewöh­nen und ver­ste­hen, dass der berühmte Kachel­bild­schirm am Anfang, den man auf allen Bildern sieht, eben ger­ade das Start­menü ist (das ver­ste­hen viele Kri­tik­er nicht). Die Bedi­enung ist nicht immer logisch, und man hat einiges zu ler­nen, aber wenn man sich umgestellt hat, kommt man genau­so schnell zum Ziel wie mit älteren Win­dows-Ver­sio­nen. Opti­mal ist es, wenn die Anwen­dungsen­twick­ler Updates hin­ter­her­schieben, die einige Kleinigkeit­en für Win­dows 8 anpassen, damit man das nicht immer von Hand machen muss (das bet­rifft die Art, wie Pro­gramme sich ins Start­menü ein­tra­gen, eigentlich nur eine Kleinigkeit für die Pro­gram­mier­er, aber wenn man da immer aufräu­men muss, nervt es). Ich set­ze Win­dows 8 seit dem Som­mer auf dem Note­book (Bau­jahr 2011) und seit eini­gen Tagen auf dem Desk­top-PC ein und arbeite damit inzwis­chen zu 99 Prozent so flüs­sig wie zuvor unter Win­dows 7.