Os Computerei

Blog von Oliver Braun vom IT-Service.berlin

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MacBooks sind die besten Windows-Maschinen – oh! – Ach sooo…

Für Auf­se­hen sorg­te jüngst eine Stu­die des israe­li­schen IT-Dienst­leis­ters Solu­to, der zufol­ge die Win­dows-Note­books mit den wenigs­ten auf­tre­ten­den Schwie­rig­kei­ten und Pro­ble­men von Apple her­ge­stellt wer­den: Mac­Books, auf denen statt MacOS eben Win­dows instal­liert wird.

Solu­to pro­du­ziert Soft­ware-Agents, die auf Unter­neh­mens­note­books instal­liert wer­den kön­nen, um die­se durch die Fir­men-Admins betreu­en, über­wa­chen und war­ten zu kön­nen. Inso­fern hat Solu­to einen ganz guten Überblick.

Tat­säch­lich ist Apple-Hard­ware soli­de ver­ar­bei­tet. Die Gerä­te als Platt­form für Micro­soft Win­dows zu benut­zen, ist also kei­ne schlech­te Idee, aller­dings eine nicht ganz bil­li­ge. Denn neben dem Note­book muss auch die Win­dows-Lizenz gekauft wer­den. Die Win­dows-Tas­te fehlt, und die Instal­la­ti­on ist auf­wän­dig, wäh­rend bei ande­ren Her­stel­lern Win­dows eben schon vor­in­stal­liert ist.

Und das ist auch der Grund für das gute Abschnei­den der Apple-Gerä­te, wie Solu­to sel­ber schreibt. Es han­delt sich immer um sau­be­re Win­dows-Instal­la­tio­nen, wäh­rend bei „nor­ma­len” Win­dows-Gerä­ten, also Note­books ande­rer Her­stel­ler, die Win­dows-Instal­la­ti­on mit aller­lei zwei­fel­haf­ter Zusatz­soft­ware ange­rei­chert wird. Die­se „Crap­ware” ver­schlech­tert das Gerät. Für IT-Spe­zia­lis­ten ein ganz alter Hut.

Der IT-Ser­vice Oli­ver Braun lie­fert aus­schließ­lich PCs und Note­books aus, auf denen Win­dows kom­plett – und sau­ber – neu instal­liert wur­de. Das macht sich im Preis bemerk­bar, aber auch im Betrieb.

Für sau­be­re Neu­in­stal­la­tio­nen gibt es übri­gens Pau­schal­prei­se.

Probleme nach Windows-Update vom 09.04.2013

Bei Benut­zern von Win­dows 7 und Win­dows Ser­ver 2008 bzw. 2008 R2 kann es nach den auto­ma­ti­schen Updates vom 09.04.2013 zu Pro­ble­men kommen.

Mög­li­cher­wei­se führt das Sys­tem nach jedem Neu­start eine Fest­plat­ten­prü­fung (ChkDsk) durch. Ande­re Sym­pto­me sind Feh­ler­mel­dun­gen beim Start, etwa „STOP: c000021a {Schwe­rer Sys­tem­feh­ler}” oder „The boot selec­tion fai­led becau­se a requi­red device is inaccessible.”.

Ursa­che ist das Win­dows-Update KB2823324. Ich emp­feh­le, die­ses Update zu deinstal­lie­ren. Anschlie­ßend soll­te die Win­dows-Update-Funk­ti­on in der Sys­tem­steue­rung geöff­net und eine erneu­te Suche nach Updates ange­sto­ßen wer­den. Da Micro­soft das Update zurück­ge­zo­gen hat, wird es anschlie­ßend nicht mehr angeboten.

Ohne die erneu­te Suche nach Updates kann es sein, dass das Update auto­ma­tisch wie­der instal­liert wird.

Eine Anlei­tung zur Ent­fer­nung des Updates hat Micro­soft bereit­ge­stellt: http://support.microsoft.com/kb/2839011

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-zieht-Sicherheitsspatch-fuer-Windows-und-Windows-Server-zurueck-1840771.html

Windows XP – End of life

Am 8. April 2014 endet der tech­ni­sche Sup­port für Win­dows XP. Mei­ne Emp­feh­lung ist es, das Betriebs­sys­tem ab die­sem Datum nicht mehr einzusetzen.

Win­dows XP ist ein uraltes Betriebs­sys­tem und deut­lich ein­fa­cher anzu­grei­fen als die neue­re Sys­te­me. Vie­le Benut­zer haben es lieb gewon­nen, aber das ändert nichts dar­an, dass es ein Betriebs­sys­tem auf dem Stand von 2001 ist.

Sicher­heits­lü­cken betref­fen oft alle Win­dows-Ver­sio­nen glei­cher­ma­ßen. Oft wer­den sie bekannt, kurz nach­dem sie geschlos­sen wur­den – nach der Besei­ti­gung durch den Soft­ware­her­stel­ler gibt die­ser bekannt, wel­che Lücken er geschlos­sen hat. Ab April 2013 wer­den Sicher­heits­lü­cken in Win­dows Vis­ta, 7 und 8 geschlos­sen, blei­ben in Win­dows XP aber bestehen. Angrei­fer kön­nen sie nun in aller Ruhe an Win­dows XP-Com­pu­tern ausnutzen.

Ein mei­nungs­freu­di­ges Edi­to­ri­al hat die c’t vor kur­zem ver­öf­fent­licht: Letz­te Chan­ce im Guten

Dem möch­te ich mich anschlie­ßen. Als IT-Dienst­leis­ter unter­stüt­ze ich auch die Instal­la­ti­on von Win­dows 8 auf älte­ren PCs; das ist in der Regel ohne gro­ße Pro­ble­me mög­lich, sofern das Ziel­ge­rät von 2006 oder neu­er ist.

Für Win­dows 7 gibt es Sicher­heits­up­dates vor­aus­sicht­lich bis 2020, für Win­dows 8 bis 2023. Mit bei­dem kann man leben.

Windows RT ist nicht Windows 8

Zum Markt­start von Win­dows 8 ein paar Anmer­kun­gen: Es gibt ein „Win­dows 8“ für Intel i3/i5/i7-Pro­zes­so­ren, auf dem sowohl neue, touch­op­ti­mier­te Metro-Apps lau­fen, als auch nor­ma­le Win­dows 2000/XP/Vista/7/8‑Programme. Die Tablets sind deut­lich teu­rer (zunächst viel­leicht um 1200 Euro) und schwe­rer und mit akti­ver Küh­lung aus­ge­stat­tet; sie kom­men von vie­len Her­stel­lern, aller­dings größ­ten­teils erst ab Früh­jahr 2013. Das Micro­soft Sur­face-Modell von die­ser Gat­tung kommt erst im Janu­ar. Die­se Gerä­te erset­zen voll­wer­tig Note­books und Desk­tops; man kann exter­nen Bildschirm/Tastatur/Maus anschlie­ßen und sogar noch man­che Win­dows 95-Pro­gram­me dar­auf lau­fe las­sen, und die meis­ten Win­dows XP-Pro­gram­me lau­fen irgend­wie und eigent­lich alle Win­dows 7‑Programme. Das dazu­ge­hö­ri­ge Win­dows 8 ist genau das Win­dows, wel­ches man auch auf nor­ma­len Desk­top-PCs ein­set­zen wird, und anders her­um. Dann gibt es „Win­dows RT“. Das ist die Ver­si­on für ARM-Pro­zes­so­ren. Dar­auf lau­fen nur neue touch­op­ti­mier­te Metro-Apps aus dem Win­dows Store (der sich gera­de befüllt). Die Tablets sind leich­ter, bil­li­ger und kom­men auch von ver­schie­de­nen Her­stel­lern (zum Jah­res­en­de gibt’s bestimmt schon Bil­lig­mo­del­le für 449 Euro). Dazu gehört das Micro­soft-Modell Sur­face, wel­ches kein Bil­lig­mo­dell sein wird. Nor­ma­le Win­dow-Pro­gram­me lau­fen unter Win­dows RT aber nicht! Die Benut­zer­ober­flä­che bei bei­den Win­dowsen ist fast gleich. Metro Apps gibt’s nur im Win­dows Store. Das sind neue Pro­gram­me, die auf bei­den Win­dows-Ver­sio­nen lau­fen, aber das neue Win­dows Run­ti­me erfor­dern. „Win­dows RT“ kann nur sol­che neu­en Pro­gram­me aus­füh­ren, das nor­ma­le Win­dows 8 kann nor­ma­le Pro­gram­me und sol­che Metro-Apps lau­fen las­sen. Grund­sätz­lich läuft das nor­ma­le Win­dows 8 auf allen Desk­tops und Note­books, auf denen Win­dows 7 funk­tio­nier­te. Und zwar ähn­lich flüs­sig, aber mit deut­lich schnel­le­rem Sys­tem­start und bei Note­books mini­mal län­ge­rer Akku­lauf­zeit. Man muss sich aber an das total ver­än­der­te Start­me­nü gewöh­nen und ver­ste­hen, dass der berühm­te Kachel­bild­schirm am Anfang, den man auf allen Bil­dern sieht, eben gera­de das Start­me­nü ist (das ver­ste­hen vie­le Kri­ti­ker nicht). Die Bedie­nung ist nicht immer logisch, und man hat eini­ges zu ler­nen, aber wenn man sich umge­stellt hat, kommt man genau­so schnell zum Ziel wie mit älte­ren Win­dows-Ver­sio­nen. Opti­mal ist es, wenn die Anwen­dungs­ent­wick­ler Updates hin­ter­her­schie­ben, die eini­ge Klei­nig­kei­ten für Win­dows 8 anpas­sen, damit man das nicht immer von Hand machen muss (das betrifft die Art, wie Pro­gram­me sich ins Start­me­nü ein­tra­gen, eigent­lich nur eine Klei­nig­keit für die Pro­gram­mie­rer, aber wenn man da immer auf­räu­men muss, nervt es). Ich set­ze Win­dows 8 seit dem Som­mer auf dem Note­book (Bau­jahr 2011) und seit eini­gen Tagen auf dem Desk­top-PC ein und arbei­te damit inzwi­schen zu 99 Pro­zent so flüs­sig wie zuvor unter Win­dows 7.