Für InhaÂber oder GeschäftsÂfühÂrer einer FirÂma oder eines GewerÂbeÂbeÂtrieÂbes spreÂche ich aus Sicht der IT-AdmiÂnisÂtraÂtiÂon folÂgenÂde einÂdeuÂtiÂge EmpÂfehÂlung aus:
Regeln Sie die priÂvaÂte NutÂzung von InterÂnet und E‑Mail am ArbeitsÂplatz. Und unterÂsaÂgen Sie die priÂvaÂte NutÂzung der geschäftÂliÂchen E‑Mail-AdresÂse.
GrundÂsätzÂlich spricht aus meiÂner – techÂniÂschen – Sicht nichts dageÂgen, dass MitÂarÂbeiÂter über den WebÂbrowÂser priÂvaÂte E‑Mail-PostÂfäÂcher öffÂnen (GMX, HotÂmail, Outlook.com, Web.de, GoogÂle Mail, T‑OnÂline-WebÂmailer usw.), um ihre priÂvaÂten E‑Mails zu prüÂfen. Sofern dabei eine verÂschlüsÂselÂte VerÂbinÂdung (https://… statt http://…) benutzt wird, sind die InhalÂte der VerÂbinÂdung auch nicht einÂsehÂbar. Ob der ArbeitÂgeÂber dies unter wirtÂschaftÂliÂchen AspekÂten erlauÂben möchÂte, sei dahinÂgeÂstellt. SicherÂlich dient es der ZufrieÂdenÂheit der Mitarbeiter.
Eine AnweiÂsung an die MitÂarÂbeiÂter, beim Lesen priÂvaÂter E‑Mails über solÂche WebÂoberÂfläÂchen grundÂsätzÂlich keiÂne E‑Mail-AnhänÂge zu öffÂnen, ist aus techÂniÂscher Sicht eine gute Sache: Über die AnhänÂge könÂnen ComÂpuÂterÂviÂren ins FirÂmenÂnetz einÂdrinÂgen. VerÂhältÂnisÂmäÂßig groß ist der SchaÂden, wenn der MitÂarÂbeiÂter durch das ÖffÂnen eines schädÂliÂchen AttaÂcheÂments seiÂnen ArbeitsÂplatzÂcomÂpuÂter vorÂüberÂgeÂhend lahmlegt.
GeneÂrell proÂbleÂmaÂtisch ist es aber, wenn die MitÂarÂbeiÂter ihre geschäftÂliÂchen E‑Mail-AdresÂsen auch für priÂvaÂte ZweÂcke nutÂzen dürfen:
Wenn ein ArbeitÂgeÂber die priÂvaÂte NutÂzung dienstÂliÂcher E‑Mail-PostÂfäÂcher dulÂdet, muss er das FernÂmelÂdeÂgeÂheimÂnis seiÂner MitÂarÂbeiÂter beachÂten. Er tritt dann gegenÂüber dem MitÂarÂbeiÂter so auf wie ein E‑Mail-ProÂviÂder gegenÂüber seiÂnen Kunden.
Das FernÂmelÂdeÂgeÂheimÂnis verÂbieÂtet dem UnterÂnehÂmen, KenntÂnisÂse von InhalÂten und UmstänÂden priÂvaÂter KomÂmuÂniÂkaÂtiÂon der MitÂarÂbeiÂter zu nehmen.
DarÂaus ergibt sich, dass beiÂspielsÂweiÂse bei einer ErkranÂkung des MitÂarÂbeiÂters der ArbeitÂgeÂber nicht einÂfach in desÂsen PostÂfach schauÂen darf. Macht er es doch, besteht die Gefahr, dass sich der ArbeitÂgeÂber nach §206 StGB strafÂbar macht.
Unter bestimmÂten UmstänÂden ist es zwar zuläsÂsig, dass der ArbeitÂgeÂber sich dieÂse E‑Mails ansieht, aber da dies eine jurisÂtiÂsche EinÂzelÂfallÂprüÂfung bedarf, empÂfiehlt sich stattÂdesÂsen ein geneÂrelÂles VerÂbot der priÂvaÂten E‑Mail-NutÂzung der Firmenadressen.
ÜbriÂgens reicht an dieÂser StelÂle kein VerÂbot nur auf dem Papier, sonÂdern der ArbeitÂgeÂber muss in der gelebÂten PraÂxis auch auf seiÂner EinÂhalÂtung bestehen.
MusÂterÂtexÂte für die RegeÂlung der priÂvaÂten IT-NutÂzung finÂden sich hier:
- http://www.rechthaber.com/nutzung-internet-am-arbeitsplatz-mustertext-fuer-arbeitgeber/
- http://www.bfdi.bund.de/bfdi_wiki/index.php/Dienstvereinbarung_E-Mail_und_Internet_am_Arbeitsplatz
- http://www.internetrecht-rostock.de/muster-internet-arbeitsplatz.htm
Einen ausÂführÂliÂchen LeitÂfaÂden zu dieÂsem TheÂma gibt es beim BITKOM. DieÂser entÂhält eine prakÂtiÂsche Checkliste:
