Daten sichern – Teil 2/4: Die Formatfrage

Daten” in elek­tro­ni­scher Form auf­zu­he­ben ist eine gute Idee. Die­se las­sen sich her­vor­ra­gend sichern und kön­nen prak­tisch nur noch im Fal­le eines Welt­krie­ges oder einer glo­ba­len Kata­stro­phe ver­lo­ren gehen. Man muss sie dann aber auch öff­nen kön­nen.

Com­pu­ter­da­ten sind immer „Datei­en”. Um zum Bei­spiel eine Datei mit einem Micro­soft Word 2013-Doku­ment öff­nen zu kön­nen, benö­tigt man ein pas­sen­des Pro­gramm und einen Com­pu­ter, auf dem die­ses Pro­gramm läuft.

Bei einem Word-Doku­ment mag es ein­fach sein, aber was ist mit dem Steu­er­pro­gramm, den Daten aus dem Buch­hal­tungs­pro­gramm, den Gra­fi­ken aus dem Vek­tor­zei­chen­pro­gramm oder den digi­ta­li­sier­ten Video­cas­set­ten?

Las­sen Sie einen Fach­mann oder eine Fach­frau Ihren Bedarf ana­ly­sie­ren. Die­ses The­ma ist zu viel­fäl­tig, als dass es hier erschöp­fend abge­han­delt wer­den könn­te. Trotz­dem ein paar Hin­wei­se:

Tex­te, bei denen es auf den Text und nicht auf die Form ankommt, las­sen sich als ASCII-Datei archi­vie­ren. Das geht aus jedem Text­pro­gramm her­aus. So wür­de sich selbst Goe­thes Faust archi­vie­ren las­sen. Eine ASCII-Datei aus den 1960-Jah­ren wird sich auch 2050 noch pro­blem­los öff­nen las­sen.

Ist die Struk­tur wich­tig, etwa bei einem Brief oder einer Dis­ser­ta­ti­on mit ihren Fuß­no­ten oder ein­ge­bau­ten Bil­dern, bie­tet sich eine Abla­ge als PDF/A an. Das ist eine Son­der­form von PDF-Datei­en spe­zi­ell für die Lang­zeit­ar­chi­vie­rung.

Fotos und Bil­der kön­nen als JPEG gespei­chert wer­den. Die­ses For­mat wird sich noch jahr­zehn­te­lang öff­nen las­sen. Außer­dem kann ein Ord­ner mit einer gro­ßen Anzahl an JPG-Bil­dern schon heu­te ein­fach in ein ande­res Gra­fik­for­mat kon­ver­tiert wer­den. Hier sind Sie auf der siche­ren Sei­te.

Buch­hal­tungs­da­ten las­sen sich oft als CSV-Datei­en und zusätz­lich als Buch­prü­fungs­ex­port able­gen. Damit wer­den Sie in zehn Jah­ren nicht ein­fach wei­ter­ar­bei­ten kön­nen, aber es ist immer­hin mög­lich, die Inhal­te ohne all­zu gro­ßen Auf­wand zu rekon­stru­ie­ren.

Wenn Ihnen Ihre Datei­en wich­tig sind, dann las­sen Sie bera­ten, wel­che Daten wie abge­legt wer­den soll­ten. Ein Außen­ste­hen­der mit Sach­ver­stand erkennt, wo es Lücken gibt!

Wenn Sie Ihre Datei­en in geeig­ne­ten Datei­for­ma­ten gespei­chert haben, dann geht es dar­um, die­se gespei­cher­ten Daten so zu sichern, dass sie nicht durch einen Com­pu­ter­vi­rus, einen Brand, einen Defekt, einen Dieb oder ein­fach durch einen Benut­zer­feh­ler ver­lo­ren gehen kön­nen.

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Ein Gedanke zu „Daten sichern – Teil 2/4: Die Formatfrage

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