Os Computerei

Blog von Oliver Braun vom IT-Service.berlin

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Das ist die Kern­fra­ge jeder „Daten­auf­be­wah­rungs­stra­te­gie”: Wie wer­den die Datei­en abgelegt?

Zunächst: Ver­mei­den Sie es, Datei­en auf exter­ne Medi­en zu archi­vie­ren. Bei grö­ße­ren Daten­men­gen geht es nicht anders, aber bei den Daten­men­gen von klei­nen Betrie­ben oder Pri­vat­per­so­nen kommt man meis­tens ohne eine Aus­la­ge­rungs­ar­chi­vie­rung aus.

Bren­nen Sie also zum Bei­spiel kei­ne Fotos auf CD-ROM, um die­se Datei­en im Com­pu­ter zu löschen und nur die CDs auf­zu­he­ben. Wenn Sie die Bil­der in ein paar Jah­ren anse­hen wol­len, sind die CDs mit einer gewis­sen Wahr­schein­lich­keit gar nicht mehr lesbar.

Wenn Sie Datei­en „aus dem Blick” haben wol­len, dann legen Sie einen Unter­ord­ner „Archiv” auf Ihrer Fest­plat­te an und schie­ben Sie die Datei­en dorthin.

Tra­gen Sie also zunächst alle Datei­en auf einer akti­ven Fest­plat­te zusam­men. Aktiv bedeu­tet, dass es sich um die Fest­plat­te eines genutz­ten Com­pu­ters han­deln sollte.
Nun kann eine Fest­plat­te jeder­zeit aus­fal­len. Des­halb wer­den die Datei­en „gesi­chert”. Das bedeu­tet, sie wer­den in bestimm­ten Zeit­ab­stän­den auf ein ande­res Medi­um kopiert. Es gibt die Daten also an zwei Orten. Und das ist dau­er­haft so, nicht nur vorübergehend.

Die Häu­fig­keit der Siche­rung rich­tet sich nach der Bewe­gung in den Daten­be­stän­den und nach ihrer Wich­tig­keit. Das glei­che gilt für die Anzahl der Siche­rungs­me­di­en und für die Lagerung.

Die Löschung alter Daten in der Siche­rung erfolgt ver­zö­gert, so dass eine ver­se­hent­lich gelösch­te Datei aus nach Mög­lich­keit noch aus einer Siche­rung her­aus geret­tet wer­den kann.

Auf jeden Fall müs­sen die Siche­rungs­me­di­en räum­lich getrennt vom Com­pu­ter auf­be­wahrt wer­den. Ein Ein­bre­cher, der einen Com­pu­ter stiehlt, wird auch eine USB-Fest­plat­te mit­neh­men, die an dem Com­pu­ter ange­steckt ist. Ein Feu­er wird sich genau­so verhalten.

Siche­rungs­me­di­en:

  • Online­spei­cher (Cloud­back­up)
  • USB-Fest­plat­ten
  • NAS-Lauf­wer­ke
  • Band­lauf­wer­ke (Strea­mer)

Gän­gi­ge Software:

  • Back­u­pAs­sist
  • Cobi­an Backup
  • Win­dows-Siche­rung

Wich­ti­ge Parameter:

  • Häu­fig­keit der Sicherung
  • Anzahl der Sicherungsmedien
  • Stand­ort bzw. Lagerung

Eine Anek­do­te am Ran­de: Bei einer klei­nen Haus­ver­wal­tung fand ich ein­mal eine „Siche­rungs­fest­plat­te”, die an dem Com­pu­ter fest ange­steckt war. Das Haus­ver­wal­tungs­pro­gramm Domus 1000 war so ein­ge­stellt, dass es die gesam­ten Daten, mit denen es im Betrieb live arbei­tet, auf der exter­nen Fest­plat­te lie­gen hat­te. Die Daten lagen also nur auf die­ser Fest­plat­te, die nie abge­zo­gen wer­den durf­te. Da hat­te ein „Freund des Hau­ses”, der unent­gelt­lich beim IT-Betrieb half, so über­haupt gar nichts verstanden…

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